Phänomenta – Das Science Center

Kultur macht stark

digitale bildungsLandschaft Flensburg

Erste Projektphase erfolgreich abgeschlossen

Sich auf das Ende der Ferien freuen - unvorstellbar und doch möglich. Viele Kinder aus der Neustadt waren im Oktober 2013 gar nicht traurig, dass die Herbstferien vorüber gingen. Sie waren nämlich Teilnehmer an dem Projekt „digitale bildungsLandschaft Flensburg“ und präsentierten am letzten freien Tag in der Phänomenta die Ergebnisse Ihrer Projektarbeit. An mehreren Tagen hatte die Kinder aus dem Jugendzentrum Ausländische Arbeiterkinder (AAK) und dem Hortbereich der Kindertagsstätte Neustadt, ausgestattet mit Kamera und Aufnahmegerät, ihren Stadtteil erkundet. Ob in der Werkstatt des Schusters oder bei der Wasserschutzpolizei, auf dem Spielmobil- Spielplatz Schwarzental oder bei Gravierarbeiten im Holländer Hof – überall gab es viel zu entdecken und jede Menge zu lernen. An allen erforschten Stationen wurden Fotos gemacht und Geräusche aufgenommen. Aus dem gesammelten Material hatten die Kinder einen digitalen Kinderstadtteilplan, sowie ein Hör- und Sehmemory erstellt. Zusätzlich entstand ein selbstgestaltetes Logo und eine Diashow, die das gesamte Projekt dokumentiert.

Das zweite Jahr zeigte deutlich, wie sehr die Beziehung zu den Kindern des Horts Türen geöffnet hatte. Beim ersten Aktionstag wurden die Pädagogen an den Türen stürmisch begrüßt. Man half beim Aufbau des Forscherzimmers und jeden Tag wurden begeistert neue Bilder-, Ton- und QR-Code-Rätsel gesucht und diese dann anderen Kindern gestellt. "Kulturelle Sozialarbeit und Bindungsarbeit ist notwendig, um mit diesen Kindern zu arbeiten. Ohne diese Bindungskraft, die durch die Kontinuität derselben Kulturpädagogen geleistet wird, würden sich diese Kinder nie auf solch komplexe Themen einlassen", so Adrian Hoffmann, Leiter des Hortes der Kita Neustadt. "Deshalb sehe ich das Projekt als vollen Erfolg und möchte so lange wie möglich Kooperationspartner bleiben."

Neben den genannten Kinder- und Jugendeinrichtungen sind auch das Spielmobil Flensburg sowie die Phänomenta Partner des Projekts. Es hat im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Programms „Kultur macht stark“ die Förderzusage erhalten. Im August 2013 startete das Projekt in Flensburg. Das Förderprogramm unterstützt bundesweit 35 Initiativen. „Wir sind stolz und glücklich mit unserem Konzept dabei zu sein“, so Claudia Mayer, Projektleiterin. „Schon während der ersten Projektphase hat sich gezeigt, wie hoch die Aufmerksamkeitsausdauer und Begeisterungsfähigkeit der Kinder sein kann.“

Im Fokus des gesamten Förderprogramms stehen die digitalen Medien. „Dabei geht es nicht um die reine Bedienung solcher Medien. Vielmehr sollen die Medien dazu dienen, spielerisch Dinge und Themen in der Realität zu entdecken und zu erforschen“, erläutert Wolfgang Muth, Vertreter der Phänomenta innerhalb des Projekts. Wichtig ist bei der Erkundung des Stadtteils auch, dass die Kinder ihre direkte räumliche Umgebung verlassen. Sie bewegen sich, gewinnen neue Eindrücke und erschließen sich neue Handlungsräume.   
 
Eine Kernkompetenz der Phänomenta ist der spielerische Zugang zu naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen. Das trifft ein wichtiges Ziel des Projekts. „Damit und durch die Lage der Phänomenta am Nordertor – dem Tor zur Neustadt – ist das Flensburger Science Center ein kompetenter und gewinnbringender Partner“, freut sich Projektleiterin Mayer.

Projektpartner