Phänomenta – Das Science Center

Bühnenreife Forschung

Lachen und bilden am Abend

Beim Science Slam präsentieren Wissenschaftler in populärwissenschaftlicher Sprache ihre Forschungsthemen. Die Zeit eines Vortrags ist dabei begrenzt - je nach Slam stehen drei bis zehn Minuten zur Verfügung. In diesen Minuten kämpfen die Vortragenden mit amüsanten und verständlichen Darbietungen um Punkte und Applaus vom Publikum. Denn so wird im Anschluss an die Vorträge die Siegerin bzw. der Sieger des Slams ermittelt. In Anlehnung an den etablierten Poetry Slam hat sich dieses neue Veranstaltungsformat in den letzten Jahren in Deutschland verbreitet.

Die nächsten Termine:

Freitag, 11. November 2016
Beginn: 20 Uhr; Einlass 19 Uhr

Freitag, 17. März 2017
Beginn 20 Uhr; Einlass 19 Uhr

Eintritt: 7,- €, ermäßigt 5,- €

Eintrittskarten sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf erhältlich (genauer VVK-Termin wird noch bekannt gegeben)


Ein amüsanter Start in den Juli dank mittelalterlicher Tierprozesse, Schiet-Wetter und Pyramiden

Auch beim letzten Science Slam sorgten vier engagierte junge Wissenschaftler für Staunen, Lachen und Aha-Effekte unter den Zuschauern. Das Publikum überzeugen konnte am Schluss der Historiker Sebastian Huncke mit seinen interessanten wie amüsanten Schilderungen zu mittelalterlichen Tierprozessen.


Sebastian Huncke

Viergeteilte Elstern und exkommunizierte Schweine – ein Scherz? Nein! Historiker Sebastian Huncke weihte das Publikum in scheinbar völlig absurde Gerichtsprozesse des Mittelalters ein, im Zuge derer Tiere für angeblich mutwillig begangene Missetaten zur Verantwortung gezogen wurden. Der Münsteraner Wissenschaftler erzielte mit seinem erfrischenden Beitrag bei der finalen Publikumsabstimmung die höchste Punktzahl und darf sich damit über ein Jahresabo der Zeitschrift GEO freuen.

André Lampe

Wie auch bei den letzten beiden „phänomentalen“ Science Slams führte der Berliner Laserphysiker das Publikum durch den Abend: Mit eigenem Slam und kleinen spannenden Experimenten gelang es dem Wissenschaftler und Moderator erneut die zahlreichen Gäste zu fesseln und für Wissenschaft zu begeistern.

Samir Salameh

Wirtschaftsingenieur Samir Salameh stellte klar, dass nicht Außerirdische wie Alf und E.T. das scheinbar Unmögliche möglich machten und tonnenschwere Steinquader zu Pyramiden stapelten: Es waren tatsächlich die alten Ägypter selbst, die sich durch den Einsatz von Kapillarkräften zu helfen wussten. Veranschaulicht durch Flens-Flasche, Bierdeckel und Sand, klärte der von der Delft University of Technology kommende Wissenschaftler, wie genau das damals vonstatten ging.

Christian Stolz

Der an der Europa-Universität Flensburg tätige Geograph klärte die Zuschauer mit Frage-Antwort-Spielen über die Ursache des feucht-fröhlichen Klimas in der Fördestadt auf: Das Zusammenspiel von Westwind, flachem Land und der nahe gelegenen Nordsee erklärt die hohe Beliebtheit von Regenschirmen in Flensburg – und damit nicht der häufig zu Unrecht beschuldigte Nord-Ostsee-Kanal.


Bildmaterial: Imke Voigtländer