Phänomenta – Das Science Center

Hermann Paulsen

[Un]mögliche Räume
Eine Ausstellung zwischen Realität und Unmöglichkeit


Fig. 1
Fig. 2

Zu sehen rechts ist ein schwarzes Sechseck mit sieben kreisrunden Durchblicken (Fig. 1). In jedem Teilkreis sehen wir räumlich gezeichnete Eckbildungen und ein Raumkreuz, also mögliche Figuren. Das in jedem Teilkreis Sichtbare könnte für sich so gebaut werden. Der Betrachter wird als selbstverständlich annehmen, dass die von dem schwarzen Sechseck verdeckten Stäbe miteinander verbunden sind und ein Ganzes ergeben, wie auf der zweiten Abbildung zu sehen. Als Ganzes aber ist diese Figur räumlich unmöglich.

 

Fig. 1                Fig. 2                     Fig. 3       Fig. 4          Fig. 5

Die erste Zeichnung zeigt eine wie aus Sperrholz ausgesägte, sich windende Platte, eine "mögliche Figur".
Figur 2: Hier sind zwei Kästen zeichnerisch so an die linke Zeichnung angesetzt, ohne diese zu verändern, als wären sie verbunden. Dadurch entsteht eine unmögliche Figur, da die in einer Ebene liegenden Windungen plötzlich in verschiedenen Ebenen zu liegen scheinen.
Figur 3: In ein regelartiges Gebilde sind drei quadratische Löcher gestemmt. Genau in ihrer Achse scheinen vier Hölzchen durch diese Löcher hindurchzufahren. Der untere Pfeil verstärkt noch diesen Eindruck. Diese Figur ist möglich.
Figur 4: Auf dieser Zeichnung liegen Hölzchen und Löcher wieder auf der gleichen Achse wie der untere Pfeil. Aber die Löcher befinden sich nicht unter- sondern hintereinander auf den drei Armen eines liegenden Z. Wenn die Hölzchen durch die Löcher zu fallen scheinen, so ist das eine optische Täuschung, eine "Eulenspiegelei", aber keine unmögliche Figur, denn sowohl Hölzchen wie Z sind möglich.
Figur 5: Hier liegen Hölzchen und Löcher wieder auf genau der gleichen Achse wie auf den ersten beiden Bildern. Durch die Kombination von Kasten und Z ist die Abbildung jedoch zur unmöglichen Figur geworden.