Ein Blick in den Spiegel

Was zeigt er uns - und was verbirgt er? Eine Annäherung aus Physik und Kunst

Am 26. Februar 2026 ab 18 Uhr; der Eintritt ist kostenfrei

So vertraut uns der Spiegel im Alltag ist, so geraten wir doch leicht ins Stocken, wenn wir anfangen zu fragen: Wo sehen wir unser Spiegelbild – auf dem Spiegel, davor oder dahinter? Warum vertauscht der Spiegel nur rechts und links und nicht auch oben und unten? Täuscht der Spiegel?
Sollen solche und ähnliche Fragen nicht theoretisch, sondern aus der visuellen Erfahrung selbst beantwortet werden, hilft die Erinnerung an das Reflexionsgesetz aus dem Physikunterricht nicht weiter. Die Gesetzmäßigkeit des Spiegels erfahrungsbasiert, d.h. aus dem Blick in den Spiegel selbst zu entwickeln – geht das? Welche Art des Sehens müssten wir dafür entwickeln?

Antworten auf diese Frage finden wir in der Kunst. Seit jeher haben sich Künstler mit Spiegelungen beschäftigt. Am Spiegelbild haben wir womöglich gelernt, was ein Bild ist.  – Im Vortrag werden der physikalischen Perspektive auf den Spiegel künstlerische Blicke gegenübergestellt. In einfachen Experimenten geben wir Spiegeln die Gelegenheit, uns unsere Fragen zu beantworten und Erfahrungen im Spiegelraum zu sammeln.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut für Physik und ihre Didaktik und Geschichte der Europa-Universität Flensburg statt.

Prof. Dr. Johannes Grebe-Ellis

Neben seiner Tätigkeit als Professor für Physik und ihre Didaktik an der Universität Wuppertal, ist das persönliche Interesse von Herrn Grebe-Ellis an Beziehungen von Physik und Kunst groß.

Dazu zählt vor allem Goethes Farbenlehre mit dem bekannten Farbenkreis. Goethe versuchte das Phänomen Farbe nicht einseitig physikalisch oder lediglich von einem ästhetischen Standpunkt aus zu erklären, sondern in seiner Gesamtheit zu erfassen.